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Keltische Mythologie: Sidhe und Túatha Dé Danann

Aktualisiert: 28. Apr.


Bild von einer Schreienden Fee, der Morrigan und einem Sidhe

Willkommen in der Welt der keltischen Mythologie. Heute erzähle ich über die Sidhe und die Túatha Dé Danann.


Die Sidhe sind mystische Wesen, die nach keltischem Glauben in Hügeln und Wäldern leben. Sie gelten als Wächter der Natur und verfügen über besondere Kräfte und Fähigkeiten. Oft werden sie mit Elfen oder Feen gleichgesetzt und die Grenzen zwischen Sagen und Märchen verschwimmen.


Die Túatha Dé Danann stammen von der Göttin Danu ab und gelten als die ersten Bewohner Irlands. Sie sind bekannt für ihre Weisheit, Stärke und magischen Fähigkeiten.

Allerdings kamen sie als Eroberer, und letztlich wurden sie von den Milesiern, die später in Irland landeten, vertrieben.

Nach den Legenden zogen sie sich nach Tír na nÓg, dem Land der ewigen Jugend, zurück. Für die, die nicht gehen wollten, öffneten sich die Hügel und sie leben fortan als Sidh, Volk der Hügel, dort. Daher gelten sie als Vorfahren der Sidhe.


Auch von dem Kampf der Túatha Dé Danann gegen die Fomori gibt es Legenden, manchmal werden sie als die ursprünglichen Bewohner Irlands angesehen.

Wer mehr erfahren möchte, dem empfehle ich »Das Lexikon der keltischen Mythologie« von Sylvia und Paul F. Botheroyd und das Buch »Keltische Märchen und Sagen«. Doch eine Warnung muss ich geben, beginnt man, sich damit zu beschäftigen, fesselt es, denn eins führt zum anderen, alles ist verbunden.


Für meine Geschichten habe ich vieles vereinfacht, schließlich erzähle ich die Legenden nicht nach, sondern habe sie als Inspiration genutzt. Aber manches blieb, so zum Beispiel die Flucht nach Tír na nÓg und in die Hügel. Bei mir tauchen zusätzlich die Kinder des Meeres auf, einige der Flüchtenden zogen sich in die See zurück.


Bild von Ulik, Sidhe, blonder Mann von hinten

Die Sidhe in meinen Geschichten haben sich in die Anderswelt zurückgezogen, die durch Portale mit der Welt der Menschen verbunden ist. Einer dieser Durchgänge liegt in einem Feenkreis, einem Ring aus Fliegenpilzen, in den Bleichertannen. Sidhe besitzen unterschiedliche Fähigkeiten, nicht alle sind magisch. Ulik, Samaro und Fionbar sind Krieger. Ulik hat herausgefunden, dass sein Blut Menschen in abgängige Geschöpfe verwandelt. Ähnliches passiert auch, wenn Menchen einem Sidhe ihr Herz schenken.

Sidhe-Frauen wie Alrun und Johanna besitzen Zauberkräfte. Die Banshees sind ebenfalls ausschließlich weiblich.

Von Natur aus sind Sidhe hochgewachsen, sehr schlank und haben nach oben hin spitz zulaufende Ohrmuscheln.

Maeron fällt schon durch seine zierliche Gestalt auf, weshalb die Morrigan annimmt, das Schicksal habe ihm als Ausgleich eine Gabe geschenkt, die sonst Frauen vorbehalten ist.


Cover Mittsommerlegende Wolfsschmerz und Rabenherz

So besonders wie sein Äußeres sind auch seine Fähigkeit. Mit der Stimme vermag er zu töten, sie besitzt jedoch auch die Macht zu heilen. Das zeigt sich erst in der Menschenwelt, denn die Anderswelt gibt ihm keinen Grund, jemanden zu retten.


Am 30.04. ist eines der wichtigsten Jahresfeste der Kelten, der Sommeranfang.


Dieses Datum spielt auch in »Mittsommerlegende – Wolfsschmerz und Rabenherz« eine Rolle. Ich konnte es mir nicht verkneifen, meine Antagonistin in Schleier zu stecken und mit einer Laterne im Wald herumtänzeln zu lassen in der Hoffnung, ein Tor in die Anderswelt zu öffnen. Ob sie Erfolg hat, verrate ich nicht. Aber aus diesem Grund habe ich den 1. Mai für die Veröffentlichung gewählt.


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