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Verknotet

Master und Sub. Schnüre und Knoten. Was heute entsteht, ist nicht das, was ihr denkt.

Verknotet

 

Lächelnd schaute ich auf den Bildschirm, las die Nachricht und schaltete die Kamera ein. Die heutige Aufgabe würde Martin missfallen.

»Soll ich es jetzt tun, Master Greg?«

»Ist alles so, wie ich es befohlen habe?«

»Natürlich.«

»Schlaufe von unten und Knoten. Aber nicht zu fest!«

Ein leises Seufzen erklang. »Erledigt.«

»Erregt dich das?«

»Ja, Sir, wie alles, was Ihr mir befehlt.«

»Und nun die Schnurenden unten verknoten!«

»Das ist ziemlich stramm.« Seine Stimme bebte.

Wehe dir, wenn nicht!, dachte ich und fragte: »Fertig?«

»Gewiss.«

»Führe die Enden nach vorn und sichere alles ordentlich. Ich möchte hören, was du tust!«

Aus dem Lautsprecher drang lediglich Stöhnen. Für den Moment ließ ich es durchgehen. Die Strafe würde beim nächsten Treffen folgen. »Im letzten Schritt ziehst du die Schnur noch einmal um die Mitte und machst eine hübsche Schleife!«

»Ja, Sir, ich tue alles für Euch.«

»Wie fühlst du dich?«

Stille.

»Martin, ich habe dich etwas gefragt!«

Die Schärfe in der Stimme ließ ihn in die Kamera blicken. »Nicht so, wie ich es mir vorgestellt habe, Sir.«

Heimlich rollte ich die Augen. Er sollte inzwischen wissen, dass ich Überraschungen liebte. »Du darfst es mir zeigen.«

Mit verkniffenem Gesicht hielt er das kunstvoll verschnürte Paket in die Kamera.

Perfekt!

Zufrieden nickte ich.

Wie in jedem Jahr sammelten die Mitglieder des Clubs Elysion Geschenke für das Obdachlosenasyl, die beim von uns gesponserten Grillfest verteilt wurden.

Zum Leidwesen meines Subs ordentlich verpackt. Umsonst hatte er gehofft, heute selbst verschnürt zu werden.


© 2026 Sabine Reifenstahl

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