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Wie aus Samhain Halloween wurde und was das mit »Nachtwesen und Schattengeschöpfe« zu tun hat

Aktualisiert: 31. Okt. 2023


Samhain Halloween  Nachtwesen und Schattengeschöpfe  Sabine Reifenstahl

Halloween geht auf eines der vier keltischen Jahresfeste zurück, Samhain [geschrieben Samhain, gesprochen sauwen mit einem gehauchten w].

An allen vier Festen lichteten sich die Schleier zwischen den Welten. Das glaubten zumindest die Kelten.

In der Nacht auf den 1. November feierten sie den Übergang zum Winter und damit zur dunklen Jahreszeit. Auch die Grenze zur Anderswelt, zur Totenwelt, war in jener Nacht besonders durchlässig. Die Feenhügel öffneten sich und ihre Bewohner mischten sich unter die Menschen.

Es gibt viele Geschichten darüber, selten gingen sie gut aus.

In dieser Nacht sollen dem Gott der Unterwelt Cromm Cruach, den die Kelten als Fruchtbarkeitsgott verehrten, Opfer dargebracht worden sein, auch Blutopfer und die Erstgeborenen von Tieren. In besonders schlechten Zeiten sogar erstgeborene Kinder.

Was davon wahr ist, lässt sich schwer ergründen, denn viele der grausamen Geschichten wurden von Mönchen aufgezeichnet. Da die Kelten ihr Wissen vor allem mündlich überlieferten, ist nur wenig belegbar. Aber das macht es umso interessanter, darüber zu spekulieren.

Die ersten Aufzeichnungen über Halloween stammen aus dem Jahr 835 n. Chr., als das Königreich Wessex ein Kirchengesetz erließ, das das Fest am 1. November als Tag der Allerheiligen (oder All Hallows) einführte.

Wieder ein Beispiel, wie heidnische Feste in christlichen aufgingen.

Mit Auswanderern sollen die Traditionen in die USA gelangt sein, und von dort schwappte das schrille und überdrehte Fest Halloween dann zurück zu uns.


Die Tradition des »Trick-or-Treating« (oder Süßes-oder-Saures) entwickelte sich erst in den 1930er Jahren in den USA.


Anfangs war es üblich, Kinder in Verkleidung an die Türen der Nachbarn zu schicken, um Süßigkeiten oder kleine Geschenke zu erbetteln. In den 1940ern begannen die Kleinen, ihre Beute mit anderen Kindern zu teilen.


Langsam wurde daraus das Halloweenfest, wie wir es heute kennen. Die Faszination, sich als Monster zu verkleiden, erfasste die Erwachsenen und daraus entstand ein buntes Fest mit einem Hang zum Grusel.


Nachtwesen und Schattengeschöpfe Sabine Reifenstahl

Mir gefällt der Ursprung des Festes, Samhain, und die Tatsache, dass sich in dieser Zeit die Schleier zur Anderswelt heben, natürlich besonders.


Dieser Aufhänger ist wie geschaffen für Geschichten über Monster und Schatten. Acht davon habe ich zusammen mit einer Bonusgeschichte in »Nachtwesen und Schattengeschöpfe« veröffentlicht. Nicht alle Ungeheuer besitzen Klauen und Reißzähne, und nicht jeder, der wie ein Ungeheuer aussieht, ist auch eines.

Mit meinen Geschichten möchte ich aus dem Alltag entführen. Manche sind sie zum Schmunzeln, andere zum Gruseln. Alle sollen unterhalten.

Denn Worten wohnt Magie inne.


Ich wünsche allen ein schönes Halloween. Genießt diesen speziellen Tag. Vielleicht nutzt ihr die Zeit auch, um euch an die Verstorbenen zu erinnern, an den Anteil, den sie an unserem Leben hatten. Wir bleiben über den Tod hinaus mit ihnen verbunden, denn Liebe ist stärker ist als der Tod.


Happy Halloween




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