Neuigkeiten und Rückblick


Vor rund vier Monaten erschien mein Debütroman. Eine aufregende Zeit, denn Schreiben ist eine Sache, das Buch im Gespräch zu halten eine ganz andere. Jeden Tag erscheinen unglaublich viele Bücher. Um nicht in der Versenkung zu verschwinden, habe ich in den letzten Monaten die Werbetrommel gerührt, Beiträge für die sozialen Medien erstellt und demnächst bin ich auch bei zwei Online-Buchmessen dabei.

Leider bedeutet das, wenig Zeit zum Schreiben zu haben. Dennoch habe ich eine Kurzgeschichte für eine Spendenanthologie verfasst und getreu des Mottos: Wer es nicht versucht, kann nicht gewinnen!, Texte bei zwei renommierten Literaturpreisen eingereicht. Zugegeben, Chancen rechne ich mir nicht aus, aber zu verlieren habe ich nichts, außer die Zeit und das Porto. Die Veranstalter solcher Wettbewerbe sind offenbar noch nicht im 22. Jahrhundert angekommen, sondern verlangen häufig eine Einreichung in Papierform. Jedenfalls ist die Bearbeitung meines zweiten Romanes dabei ins Hintertreffen geraten. Hier bin ich sowohl meinem Verlag als auch meiner Lektorin sehr dankbar, dass sie keinen Druck aufbauen.

Ich nehme an, mein Fantasyroman wird vorher veröffentlicht, das Lektorat ist schon vor Wochen zurück an den Verlag gegangen. Also warte ich hier auf die nächsten Schritte.

In der Zwischenzeit wurden zwei meiner Kurzgeschichten veröffentlicht.


Schräg Das lange Tal der Kurzgeschichten Mölltaler Geschichtenwettbewerb 2021 Sabine Reifenstahlb

2021 nahm ich am Mölltaler Geschichtenfestival teil. Das Thema lautete: Schräg und mein Beitrag »Von schrägen Besuchern und seichten Werken« fand mit den besten Kurzgeschichten Eingang in die Anthologie des Wettbewerbs. Diesmal geht es um einen attraktiven Burschen, der das Wohnzimmer einer Lehrerin okkupiert. Gerade hat sie einen kitschigen Vampirroman entsorgt, als ein unheimlicher Besucher auf ihrem Sofa landet ... Übrigens wurde die Geschichte von einem Besucher auf meiner Couch inspiriert. Wie der Blitz stürmte eine junge Katze herein und nahm vom Möbelstück und uns Besitz.

Fantastische Elemente: Feuer Sabine Reifenstahl

Nach »Fantastische Elemente: Wasser« erschien im März 2022 die Anthologie »Fantastische Elemente: Feuer«, zu der ich »Der Kuss der Feuerfrau« beitragen durfte.

Diese Geschichte wurde von keltischen Mythen inspiriert, die ich sehr frei interpretiert habe. Schon in »Mittsommerfund« erzählte ich von den Túatha Dé Danann.

Adrian wurde als Säugling an den Strand gespült, niemand weiß etwas über seine Herkunft. Als Kind überlebt er den Brand im Kinderheim nur, weil eine Frau ihn im Schrank findet und aus dem Fenster wirft. Sie selbst scheint den Flammen nicht entkommen zu sein. Seitdem verfolgen den jungen Mann Albträume. Die Angst vor Feuer bestimmt sein Leben und die verkohlten Leichen, die aus dem Hafenbecken gezogen werden, machen es nicht besser.

Auf einer seiner Joggingrunden trifft er eine Fremde, die sehnsuchtsvoll aufs Meer blickt. Die Sonne lässt ihr rotes Haar aufflammen und er flieht, kann sie jedoch nicht vergessen.


Lesung Sabine Reifenstahl 07.05.2022 auf dem Hof Birkenkamp.

Ich freue mich sehr, am 07.05.2022 um 18:00 Uhr auf dem Hof Birkenkamp lesen zu dürfen. Natürlich stelle ich meinen Roman vor, aber ich bringe auch vollkommen andere Geschichten mit und hoffe, damit einen abwechslungsreichen Abend gestalten zu können. Die Veranstaltung wird live übertragen, so dass Besucher, für die der Weg bis nach Bresegard zu weit wäre, ebenfalls dabei sein können.

Mit dem Lebenshof verbinde ich wundervolle Erinnerungen aus dem letzten Jahr.

Daher habe ich bei meiner Lesung am 12.03.2022 in Siggelkow zusätzlich zu meinen Bücher Pins und Plüschtiere vom Hof verkauft und um Futterspenden gebeten. Insgesamt kamen so 52 Euro zusammen.

Der runde Tisch ist mit Sachen aus Bresegard bestückt, die Kuh im Vordergrund diente als Spendenbüchse.

Aufgrund der Corona-Bestimmungen konnte der Hof im vergangenen Jahr nur vier Monate lang öffnen. In diesem Jahr sieht es so aus, als würde sich die Situation entspannen, Tier- und Kräuterwanderungen und verschiedene Kurse sind wieder möglich, und auch das Hofcafé freut sich auf Besucher.


Und noch ein kleiner Rückblick.

Am 12.03.2022 las ich in der Alten Schule in Siggelkow. Für mich ein besonderer Moment.

Wenn ich zurückdenke, wie viele Zweifel ich im letzten Jahr vor meinem Auftritt auf dem Litfest homochrom hatte, ist das der beste Beweis, dass es lohnt, sich aus der eigenen Komfortzone herauszubewegen.

Es war eine vollkommen neue Erfahrung, ein ganzes Programm allein zu gestalten. Der Aufsteller auf meinem Lesepult zeigt die vier Bücher, die ich ausgewählt hatte, um die eineinhalb Stunden Lesezeit zu füllen.


Und hier mein Stand, auf den ich offen gesagt sehr stolz bin. Mein Partner hat ihn für mich gebaut und auf der Lesung aufgebaut. Diese Unterstützung ist für mich unglaublich wertvoll und nicht selbstverständlich. Vielen Dank, Roland!

Und noch etwas hat diesen Abend für mich besonders gemacht: Meine Eltern waren dabei und haben mich zum ersten Mal in meinem Element erlebt.

So war die Lesung für mich ein Erfolg, auch wenn ich mir mehr Gäste gewünscht hätte. Am Ende bin ich für jeden dankbar, der sich für meine Texte interessiert, denn dafür schreibe ich.

Der Besuch meiner Lesung ist genau wie eine Rezension der eigentliche Lohn für meine Arbeit.

Herzlichen Dank, und ich hoffe, wir sehen/ lesen uns bald wieder.

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